Englandaustausch 2016 – Tag 1

Tag 1 – Anreise Englandaustausch 2016

Am Montagabend war es ungewöhnlich voll in der Steinackerstraße in Bad Laasphe: gepackte Koffer, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern warteten auf den Reisebus.

Der Grund? Der alljährlich stattfindende Englandaustausch mit der Partnerschule des Städtischen Gymnasium Bad Laasphe, der Wilnecote High School in Tamworth, England.

Um 20:45 war es dann so weit. Der Reisebus fuhr vor und die Schülerinnen und Schüler verstauten eilig die Koffer, bevor sie in den Bus stiegen. Pünktlich um 21:00 Uhr setzte sich die Reisegruppe unter der Leitung von Herrn Pfahler und Frau Heimann in Bewegung, während die Familienmitglieder zum Abschied winkten.

Die Reiseroute führte uns über Aachen, wo zunächst ein Fahrerwechsel stattfand. Nachts durchquerten wir Belgien, bis wir schließlich in Frankreich ankamen und das erste Etappenziel – der Hafen von Calais – vor uns lag.

Die Autobahn, die uns bis zum Fährhafen führte, brachte ein mulmiges Gefühl bei den Reisenden hervor, die zu diesem Zeitpunkt wach waren.

Wir fühlten uns wie in einem Gefängnis. Die Autobahn in Richtung Fährhafen war auf beiden Seiten von insgesamt drei bis zu 4 Meter hohen Zäunen umgeben.

Rasiermesserklingenscharfer Stacheldraht sicherte zusätzlich die Zäune und deren Zwischenräume, sodass ein unerlaubtes Überwinden dieses enormen Hindernisses nahezu unmöglich schien. Zusätzlich erhellten helle Scheinwerfer die unmittelbare Umgebung der kilometerlangen Zäune.

Jede Auf- und jede Abfahrt wurde von mehreren Streifenwagen und mit Maschinenpistolen bewaffneten Polizisten bewacht. Es schien so, als wäre jeder Meter Autobahn zu keinem Zeitpunkt unbeobachtet.

Der aus den Medien bekannte Dschungel von Calais blieb jedoch im Dunkel der Nacht verborgen. Lediglich die flackernden Blaulichter ließen vermuten, wo sich Flüchtlinge hätten aufhalten können, die eine illegale Überfahrt nach England anstreben.

Wie sich später herausstellte, werden genau diese Zäune von der britischen Regierung finanziert, um illegale Einwanderung schon auf dem Festland zu unterbinden.

Die eigentliche Fährüberfahrt war angenehm und unkompliziert zugleich, sodass wir sogar die aufgehende Sonne vor den weißen Klippen von Dover auf dem Außendeck des Schiffs genießen konnten.

Die restliche Route führte uns am Südwesten Londons vorbei, wo der Verkehr wie erwartet etwas zäher war. Schließlich parkte der Reisebus am Innenstadtrand von Tamworth um ca. 12:30 Uhr englischer Zeit, sodass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, die Innenstadt von Tamworth zu erkunden, noch bevor sie um 15:00 Uhr von ihren Austauschpartnern und deren Familie von der Schule abgeholt und in Empfang genommen wurden.

 

Über admin

Teacher of English and Geography, responsible for the exchange organization
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